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Frieden im Wald

29/04/2015 - Texte

Wie ein lindgrünes, weichfließendes Tuch zeigen sich die frisch gesprießten Buchen, bilden eine Kulisse im Skulpturenpark Wuppertal: Leicht zittriges Wehen, davor Farbe & Form zu Skulptur im Sein erstarrt.

Unermüdliche Wipfelsänger wetteifern mit dem Blätterrauschen. Ein Hauch Winter läßt mich meinen Schal enger um den Hals legen. Allein in weitem Rund genieße ich die Grammatik des heutigen Tages.

Es riecht nach Holzkohle und der Regen klemmt fest in den Wolken über mir. Wenig ist hier an der unteren Ausstellungshalle zu hören vom Tal. Manchmal die Schwebebahn.

Eine ganz hervorragende Grüneteetarte mit roten Johannisbeeren habe ich im Café genossen, dazu einen Espresso. Meine Verweildauer in diesem Raum war allerdings kurz: Für mich persönlich ein unharmonisches Klima, das ich nicht an etwas Bestimmten festmachen kann, sondern einfach nur körperlich spürte mit dem Drang zu gehen.

Beeindruckt hat mich das Fat House von Erwin Wurm und seine Werke zur Ausstellung „Am I still a House ?“, die noch bis 12. Juli 2015 gezeigt wird.