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Whisky & Männer

27/04/2015 - Texte

Am Sonntag war ich auf der Whisky Fair in Limburg. Es war meine erste Messe dieser Art und so viele Flaschen mit einer solchen Vielfalt an Whisky hatte ich bisher noch nicht erlebt. Wie diese Diversität managen? Ich ging das Ganze kreativ an, betrachtete die Namen und Flaschen mit dem Auge der Künstlerin und lies mich von Form, Farbe und Etikett inspirieren, welche Tropfen ich mir in mein Nosing-Glas einschenken ließ. Das war Genuß pur für alle Sinne 🙂

Neben Flaschen & Whisky beachtete ich die Menschen. Männer waren in der Mehrzahl, etliche trugen Kilt, manche ausgefallene Kleidung. Die Mehrheit war „normal-leger“ angezogen. Um den Hals ein Band, an dem ihr Nosing-Glas befestigt war. Auf dem Rücken einen Rucksack – die Handtasche des Mannes 🙂

Natürlich ist das ein sehr praktisches Utensil zum Tragen von Dingen, die nicht benötigt werden: Man(n) hat beide Hände frei.

Allerdings ist der Platz auf dem Rücken außerhalb der eigenen physischen und psychischen Reichweite: Lediglich der Hintermann (oder die Hinterfrau) können auf den Inhalt zugreifen und alles, was außerhalb der eigenen Blickweite liegt, wird leicht vergessen.

Da macht zum Beispiel der Rucksackträger eine schnelle Kehrwendung und räumt dabei die Theke ab. Oder es unterhalten sich drei Rucksackträger und bilden die Form eines Sechsecks.

Bei manchen Männern allerdings hatte ich den Eindruck, sie tragen den prall gefüllten Rucksack als Gegengewicht zu ihrem Bauch 🙂

Für mich war es ein inspirierend-vergnüglicher Tag 🙂