Ich kühle meinen Tag

„Geh’ nicht so schnell, ich kann nicht mehr. Es ist viel zu heiß, ich bin klatschnass geschwitzt“ hörte ich eine Frauenstimme heute Mittag in der Stadt hinter mir auf dem Gehweg. „Das kannst du jetzt noch hundert mal wiederholen, davon wird es auch nicht besser. Trink lieber Wasser“ antwortet eine Männerstimme. „Bist du bekloppt, dann schwitze ich ja noch mehr und ich muss dauernd auf die Toilette“ empört sich die Frauenstimme.

Dieses Argument gegen „mehr Wasser trinken“ höre ich immer wieder. Eigentlich weiß es jede und jeder, viele glauben auch, sie würden viel trinken und kommen, wenn sie es dann tatsächlich einmal nachmessen und über den Tag kontrollieren, auf erheblich weniger, als sie „gefühlt“ getrunken haben.

An Hitzetagen wie heute trinke ich bereits morgens vor dem Aufstehen ein Glas Wasser und achte darauf, dass ich bis mittags mindestens (abgemessene) 1,5 l getrunken habe. Und esse Salzstangen zu einer Obstmahlzeit.

Den Schweiß auf meiner Haut genieße ich und lenke ganz bewußt meine Wahrnehmung auf die Kühle, die dadurch verursacht wird – sowohl in meinem Arbeitsraum mit aktuell 26° C wie auch draußen, wo fast immer ein zumindest ganz leichter Wind weht.

Was ich auf keinen Fall mache: Über die Hitze reden und darüber, dass es ZU HEISS ist. Denn damit würde ich meine Aufmerksamkeit genau darauf richten, statt auf das angenehme Gefühl meiner körpereigenen Kühlung durch den leichten Schweißfilm.

Auf diese Weise fühle ich persönlich mich auch bei hohen Temperaturen sehr wohl. Und wenn meine Kleidung schweißnass ist: Die kühlt mich ebenfalls und trocknet in der warmen Luft ganz schnell 🙂