RealSurReal

Eigentlich wollte ich vom Park aus über die breite, zum Eingang führende Treppe das Max-Ernst-Museum in Brühl betreten, um mir die Ausstellung RealSurReal anzuschauen.

Real war ein gleich auf der ersten Stufe erlebter Sturz zurück auf die Wiese.

SurReal war das dabei in meinem Kopf entstandene Bild von meinem Körper: KEGEL an einer Strippe und mit einer Kugel alle Neune erwischt. Beim aufrichten tanzen die Kegel und die Strippen verheddern sich. Jemand muss die Schnüre von Hand entwirren, damit sich die Kegel wieder frei bewegen können.

Etwas benommen lag/sass ich da in meinem leuchtendgrünen Mantel auf grüner Wiese und überlegte, wie ich mich mit diesen verdrehten Füßen, Beinen, Armen ohne Hilfe wieder in die Senkrechte bewegen sollte.

Es gelang mir, ich stand ein wenig unsicher auf meinen Füssen und war überrascht, keinen Flecken auf meiner Kleidung zu entdecken, obwohl der Untergrund regennass war.

Mit surrealen Gefühlen betrat ich die Ausstellungshalle, löste eine Eintrittskarte, liess mich fotografieren und in surrealer Weise in ein Bild einarbeiten und merkte, dass mein Atem gepresst war und meine Füsse sich anfühlten, als hätten sie ein zu großes Gewicht zu tragen.

Nach einem etwas beschwerlichen Gang durch die Säle und Stockwerke war ich dankbar, dass alles offenbar gimpflich abgelaufen war und fuhr nach Hause. Dort kühlte und salbte ich meine schmerzenden Glieder, besänftigte die Schmerzen mit 2 Aspirin direkt und genoss einen entspannten Abend mit hoch gelegten Beinen, Rotwein, Salamisticks & dem SonntagsTatort aus Dortmund, der mir ausnahmsweise mal richtig gut gefallen hat. Offenbar passte er perfekt zu meinem RealSurRealen Tag 🙂